Wer ausschliesslich in der EURO-Zone unterwegs ist, kann mit der Vpay/Maestro/Masterdebit-Girocard seiner Hausbank gebührenfrei bargeldlos zahlen oder am Automaten Geld abheben.
Ausserhalb der EURO-Zone ist es ähnlich unübersichtlich wie Mobilfunken im Ausland. Jede Bank kocht da ihr eigenes, höchst kompliziertes, Gebührensüppchen.
Alternativen zu Zahlkarten gibt es heutzutage nicht mehr so recht. Reiseschecks sind quasi ausgestorben und größere Mengen Bargeld mitschleppen ist auch nix!Die Lösung ist relativ einfach. Eine Kreditkarte ohne Fremdwährungsgebühr bei Einkauf und Geldabheben! Die gibt es eher nicht bei der Hausbank.
Aber es gibt hausbankunabhängige Alternativen (Mastercard, VISA). Einige sogar ohne Jahresgebühr. Letztere schauen wir uns mal näher an.
Karten mit Jahresgebühr haben meist noch unterschiedliche Zusatzleistungen (Reiseversicherungen, Punkte-/Meilenprogramme etc.). Ob der Fülle an Möglichkeiten empfehle ich z.B. Verivox oder Finanztip.
Vorgaben für die Recherche:
– keine Gebühr beim Geldabheben/bei Kartenzahlung weltweit1,
– keine Kartengebühr2,
– Lastschrifteinzug der Abrechnung
– keine virtuelle Karte
– Apple/Google-Pay (nice-to-have)
– Karten-App mit Wunschpin (nice-to-have)
Danach sind von den vielen Reisekreditkarten nur zwei übrig geblieben, die zu meinen Vorgaben passen und die im Netz gut besprochen wurden:
Hanseatic Bank Genialcard (VISA-Card – Herausgeber Hanseatic Bank)
Die Hanseatic Bank gibt auch noch die awa7-Kreditkarte und die Deutschland Kreditkarte Classic mit fast identischen Leistungen heraus. Das monatliche Anfangslimit liegt, je nach Bonität, bei 500 bis 2.500 EUR.
Bank Norwegian VISA Kreditkarte (Herausgeber: Bank Norwegian, schwedische Internetbank)
Hier noch zwei Beispiele für Gratis-Kreditkarten, die knapp durchs Raster gefallen sind:
Barclaycard VISA:
eigentlich alles gut. Für Rückzahlung per Lastschrifteinzug werden aber 2 EUR/Monat berechnet. Da sind wir also bei 24 EUR Jahresgebühr.
TF Bank Mastercard Gold (aus Schweden):
kein Lastschrifteinzug möglich + Bargeldabhebungen sind zwar gratis, kosten aber ab Zeitpunkt der Abhebung ordentlich Zinsen…
- Wo Ihr aber nur sehr selten drumrum kommt:
Bei der Geldautomatennutzung verlangen inzwischen nahezu alle Geldautomatenbetreiber eine Abhebegebühr (als festen Betrag oder prozentual). Die fällt also immer an, wenn man Geld an Automaten zieht, die nicht zur eigenen Bank oder Bankengruppe/-verbund gehören.
Diese Gebühr wird vor Auszahlung des Betrages am Geldautomaten angezeigt. Man kann also abbrechen, wenn es zu teuer erscheint. ↩︎ - Ihr fragt Euch vielleicht, wie es dazu kommt, dass Kreditkarten gebührenfrei sind.
Die Herausgeber dieser Karten haben in der Regel das Ziel, ihre Kunden in die Rückzahlung auf Raten (die sogenannte „flexible Rückzahlung“) zu locken und damit mafiöse Zinsen zu berechnen.
Da wir das aber nicht wollen, die Karten nur auf Fernreisen nutzen und die Rückzahlung 1x im Monat per Lastschrift begleichen, ist es für uns ein Schnapper. ↩︎