Japan

Hauptstadt: Tokio
Sprache: Japanisch
Währung: Yen (JPY, ¥). 1.000 JPY ~ 5,62 EUR (Stand 11.09.26)
Zeitzone: Japan Standard Time (JST) – MEZ/MESZ +8/+7 (UTC +9)
Einreise: für deutsche Touristen visumfreier Aufenthalt bis zu 90 Tagen. Online ausfüllen der Einreiseformulare vor Abflug wird empfohlen (über Visit Japan Web)
Netzstecker: Typ A (wie USA)
Netzspannung: 100V bei 50 Hz (Ostjapan) oder 60 Hz (Westjapan)
Mobilfunk: größte Netzbetreiber sind NTT Docomo, KDDI (au), SoftBank und Rakuten Mobile
eSIM-Karte: 30 Tage: 15/20 GB von TSimTech (KDDI und SoftBank, 12/16 EUR) oder 20 GB von IIJ (NTT Docomo, 13 EUR) oder 20 GB von Roamvault (alle vier Netze, 13 EUR) –> bei mobimatter (Preise Stand 18.09.26)


  • 16 Tage Frankfurt-Tokio im September/Oktober 2026
    • über Shanghai/Peking mit Air China: 750 EUR (Economy)
    • über Dubai mit Emirates: 990 EUR (Economy)
    • Non-Stop mit JAL: 2.032 EUR (Economy, JAL-Website)
    • Non-Stop mit Lufthansa: 2.192 EUR (Economy, LH-Website)
    • überraschend preiswert:
      Hin über Helsinki mit Finnair, zurück Non-Stop mit JAL: 1.743 EUR(Premium Economy, JAL-Website)

Die Flugzeit von Deutschland beträgt je nach Abflugort und Verbindung, ggf.inklusive Umsteigezeit, etwa 12 bis 20 Stunden.



Japan galt lange als Bargeldland. Inzwischen sind bargeldlose Zahlungen weit verbreitet. Es ist also empfehlenswert, alle drei genannten Zahlungsmethoden dabei zu haben:

Direkt nach der Einreise solltet Ihr euch, wie bei jeder Nicht-Eurolandreise, am ATM mit Bargeld eindecken. 7Bank-Automaten (gehört zu 7Eleven), gibt es auch an Flughäfen!) werden, neben ATMs der Post, als zuverlässig für westliche Kredit-/Debitkarten beschrieben. Bei anderen Banken/Betreibern soll es schon mal haken.
Cash braucht es meist in kleineren Restaurants und Geschäften, Tempeln und an Automaten. Die IC-Karten lassen sich an den meisten Automaten kurioserweise nur mit Bargeld auffüllen.

Internationale Kreditkarten werden an ATMs, in Hotels, größeren Geschäften, Restaurants und vielen Convenience Stores akzeptiert.

regionale Prepaid-Karten, z.B. Suica, PASMO (Tokio) oder ICOCA (Osaka, Kyoto) die in ganz Japan akzeptiert werden. Sie können für Bahn, U-Bahn und Busse und zum Bezahlen in Convenience Stores, an Automaten genutzt werden. Manhmal auch in Geschäften und für Taxifahrten (auf die Beschilderung achten!).
Die Karten gibt es gegen 500 Yen Pfand am Flughafen (Automaten und Schalter). Pfand und Restguthaben (minus 220 Yen Gebühr) gibt es bei der Abreise zurück.
Suica und PASMO bieten auch Touristen-Karten an, bei denen das Pfand entfällt und das Restguthaben verfällt.
iPhone-Nutzer können sich eine IC-Karte in der Wallet generieren (+Samsung-Phones mit Android ab 2027). Da entfällt das Pfand und das Nachladen am Automaten. Restguthaben verfällt allerdings.


Für Touristen gibt es den Japan Rail Pass (JR Pass), der die Nutzung vieler Züge des JR-Netzes für 7, 14 oder 21 Tage ermöglicht.
Nach einer Preiserhöhung im letzten Jahr lohnt sich der Erwerb des JR Passes oftmals nicht mehr. Es wird eine Kombination von Regionalpässen und Einzelfahrten empfohlen.
Einen Online-Rechner, der die verschiedenen Möglichkeiten vergleicht, gibt es bei jrpass ltd, einer nicht-offiziellen Verkaufsplattform.
Die Pässe erfordern einen Reisepass, aus dem hervorgeht, dass man nur ein 90-Tage-Visa-on-arrival hat. Also darauf achten, an einem Schalter einzureisen, um den Stempel bzw. Aufkleber für den Pass zu bekommen!



Wer kennt sie nicht, die Bilder von weiß behandschuhten Servicekräften, die die Passagiere in überfüllte U-Bahn-Waggons stopfen!?
Um solche Szenarien zu vermeiden, den ÖPNV in Tokio nicht zur Rushhour nutzen. Vor allem nicht mit Gepäck aller Art!
Konkret bedeutet das:

  • Morgens ca. 7:30–9:30 Uhr mit Peak etwa 8:00–9:00 Uhr.
    Besonders auf Pendlerstrecken ins Zentrum.
  • Abends ca. 17:00–20:00 Uhr, Peak ungefähr 17:30–19:30 Uhr.
    Etwas weniger extrem als morgens, große Bahnhöfe und wichtige Linien trotzderm meiden.
  • Zwischen 10:00 Uhr und ca. 16:30 Uhr ist das Reisen deutich angenehmer. Besonders mit Gepäck…
  • Am Wochenende ist es in beliebten Einkaufs- und Ausgehviertel nachmittags und abends gern mal sehr voll. Unter der Woche auch in Dotonbori, dem Ballermann-Viertel von Osaka.

Sieht man sich die meisten von den tonnenweise vorhandenen Youtube-VIdeos an, in denen die versammelten Japan-Experten mit schmerzverzerrtem Gesicht zum Thema referieren, ist Japan die Etikette-Hölle. Abseits von all diesem Click-Bait-Müll ist das alles nicht so wild. Freundlichkeit, gesunder Menschenverstand und Beachtung einiger Japan-Spezialitäten sollten ausreichen, um fettnäpfchenarm durchs Land zu kommen. Beobachtung der umstehenden Einheimischen hilft auch oft.
Nachfolgende Liste ist garantiert unvollständig und sieht nach mehr aus, als es dann ist.

  • Tempel (buddhistisch) und Schreine (Shinto)
    • Am Torii (dem, meist roten, Eingangsportal) des Schreines langsam verbeugen und dann durch gehen. Nicht genau durch die Mitte. Die ist für die jeweilige Gottheit reserviert!
      Bei Tempeln gibt es dazu keine speziellen Regeln. Auf keinen Fall Klimmzüge am Torii oder Namen einritzen
    • Fotografieren und filmen meist nur im Aussenbereich (keine Priester oder Mönche bewusst. Wenn die ins Bild latschen, sind sie halt mit drauf).
      In den Gebetshallen fotografieren/filmen ist meist durch die reichlich vorhandene Beschilderung geklärt.
    • rituelle Reinigung: An Wassertrögen etc. liegen Kellen aus mit denen man sich ausserhalb der Wasserstelle erst die linke, dann die rechte Hand übergiesst und den Mund ausspült. Dann den Kellenstiel mit dem Restwasser aus der Kelle übergiessen (Kelle Richtung Stiel kippen, bis das Wasser rausläuft). Fertig gereinigt! An den Haupt-Touristenattraktionen finden sich eher keine oder gut versteckte Möglichkeiten zur rituellen Reinigung.
    • Ich gehe nicht davon aus, dass Ihr beten wollt. Da gäbe es jeweils Rituale mit (Schrein) und ohne (Tempel) in die Hände klatschen. Da struggeln aber selbst manche Eingeborene und die Mönche sind genervt von dem Shinto-Klatschen.
  • Essen und Trinken
    • Itadakimasu: Wird vor jeder Mahlzeit gesagt (so wie hier „guten Appetit“, „bon appétit“ oder „Kowalski“), aber eher zu sich selbst. Hat allerdings eine tiefere Bedeutung als die genannten Pendants (mehr so Richtung „gesegnete Mahlzeit“).
    • Nigiri-Sushi, wenn überhaupt, nur mit der Fischseite in die Sojasauce tunken
    • Wasabi nie mit Sojasauce mischen
    • Nicht gleichzeitig gehen und Trinken/Essen
    • das feuchte Tuch (Oshibori), das zu Beginn des Restaurantbesuchs gereicht wird, nur für die Hände verwenden
    • Essstäbchen nicht im Essen stecken lassen und kein Essen von Stäbchen zu Stäbchen weiter reichen (erinnert beides an Totenrituale)
    • Alkoholische Getränke nie für sich selbst Nachschenken und Flasche, Karaffe etc. mit beiden Händen anfassen (also besser Fassbier bestellen). Das ist aber eher was für Essen mit Einheimischen.
  • Tatami-Matten IMMER, egal wo, mit Socken betreten. Barfuss laufen ist generell eher verpönt.

Auf einer Japan-Reise macht man ordentlich Meter (wir hatten einen Schnitt von ca. 16.000 Schritten)! Gut sitzendes Schuhwerk mit dämpfender Sohle ist deshalb wichtig.
Im Hinterkopf sollte man ausserdem haben, dass Schuhe ständig aus- und wieder angezogen werden müssen. Da helfen Slipper oder z.B. „Slip-Ins“ von Skechers.

Recht präzise Anzeige von

  • Zug- und U-Bahn-Fahrplänen
  • Gleisnummern
  • Linienfarben
  • den besten Ausgängen an den riesigen, unübersichtlichen Bahnhöfen
  • Waggonempfehlung für optimalen Umstieg/Ausgang

Bei körperlichen Einschränkungen oder Nichtnutzung des Takkyubin-Service: Für die Routenplanung zu Fuß die Option „Rollstuhlgerecht“ wählen. Das ist dann auch gleichzeitig Rollkoffergerecht…

Mülleimer gibt es im öffentlichen Raum seit den Giftgasanschlägen von 1995 eher selten. An SB-Automaten und vor Kombinis gibt es i.d.R. Mülleimer für dort gekaufte Speisen und Getränke.
Ansonsten nimmt der Japaner seinen Müll mit nach Hause und trennt da.
Wenn man als Tourist nicht ständig picknickt und/oder große Mengen Fastfood und Getränke erwirbt und verzehrt, sollte man mit den paar vorhandenen Mülleimern klar kommen. Teuer wird die Entsorgung an Ort und Stelle.
Penibel getrennt wird generell nach Kunststoff, Papier, Dosen/Flaschen und brennbarem Müll (alles, was nicht zu den drei erstgenannten gehört). Je nach Gemeinde/Präfektur gibt es noch weitere Unterscheidungen. Aber mit den genannten kommen wir schon mal weiter…


Japan ist zur Zeit so was von Hip. Da gibt es natürlich reichlich, mehr oder (meist) weniger gute, Quellen. Ich habe hier nur die zusammengestellt, die ich für informativ halte und selber nutze.

  • Visit Japan Web
    Vorab Ausfüllen des Einreise- und des Zollformulars. Offizielle Website (gebührenfrei)
  • Travel Japan – Der offizielle Japan Reiseführer
    Website der Japan National Tourism Organization. Manchmal wegen des großen Andrangs nicht erreichbar (u.a. deutsch)
  • Go Tokyo
    Tokyo Convention & Visitors Bureau (u.a. deutsch)
  • japan-guide.com
    professionelle Japan-Info-Site
  • Hakone-Pass
    lässt sich hier inklusiv Zuschlag für den Limited Express Romancecar papierlos und im Voraus buchen
  • Timeout
    Die Japan-Sektion der bekannten Veranstaltungs-/Reisewebsite (englisch)
  • Wikipedia natürlich
  • Japan by Food + Website
    Touroperator, der hauptsächlich teure Fresstouren anbietet und der für den sehr informativen YT-Kanal die immer gut gelaunte Shizuka Anderson (bekannt aus Funk und Fernsehen) als Host engagiert hat (englisch)
  • Tokyo Cheapo + Website
    eher für die jüngere Zielgruppe. Es fallen aber genug Infos für uns ältere ab (englisch)
  • Japan Guide + Website
    Einer der besseren Japan-Reiseführer (englisch)

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